Bad Oeynhausen. Am 23. November 2025, also am letzten Sonntag des christlichen Kirchenjahres, besuchte der Bezirksvorsteher Michael Block die Gemeinde und führte durch den Gottesdienst. Viele geladene Gäste hatten sich zusätzlich zur versammelten Gemeinde eingefunden, die in ihrer Jugendzeit von Priester Detlef Süllwald und seiner Ehefrau Regina seelsorgerisch betreut worden waren und nun seiner Inruhesetzung beiwohnen wollten.
Der Gottesdienst stand unter dem Bibelwort aus Offb. 21,3.4: „Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“
Der Chor eröffnete den Gottesdienst mit dem Lied „Der Herr ist mein Hirt’“ nach Psalm 23,1-3.
Das Reich Gottes und die neue Schöpfung
„Advent bringt uns das neue Kirchenjahr und einen neuen Zeitabschnitt. In dem Bibelabschnitt sind zwei Visionen des Johannes beschrieben,“ so der Bezirksvorsteher Michael Block. Immer dann, wenn „Himmel und Erde“ in der Bibel zitiert würden, sei die gesamte Schöpfung gemeint. Johannes sehe aber in seiner Offenbarung einen neuen Himmel, die derzeitige Erde und das Meer kann er nicht mehr erkennen, sondern die Heilige Stadt, das neue Jerusalem. „Jetzt ist Himmel dort, wo Gott ist“, so Michael Block. „Gott wird uns nahe sein, alle Tränen abwischen, er geht an keinem Menschen vorüber! Es wird keinen Tod oder Leid zu betrauern geben, kein Angstgeschrei und keine Schmerzen, auch keine seelischen Schmerzen werden mehr vorhanden sein. Gott wird uns endgültig zu Neuem führen!“
„Sej a Mensch!“
Dieses Zitat (Leon Reif, Vater von Marcel Reif) auf Jiddisch gab der Bezirksvorsteher der Gemeinde als wegweisende Handlungsempfehlung. Man frage sich vielleicht, so Michael Block, wie man ein zukünftiger Bewohner der neuen Gottesstadt werden könne und sagte:
„Wenn du ein Mensch bist, ist dir der Nächste nicht egal. Du lässt den Trauernden nicht alleine und den, der Hilfe braucht. Als Mensch kannst du heute schon Gottes Liebe sichtbar machen. Jedem soll es gut gehen, jeder soll Aufgaben erfüllen. Das, was wir hier nicht haben können, werden wir im Himmlischen Jerusalem erleben.“
Werde nicht sprachlos!
Priester Detlef Süllwald rief in seinem Wortbeitrag vor seiner Inruhesetzung der Gemeinde zu: „Sprich mit deinem himmlischen Vater, egal wo du bist. Du kannst hoch oben auf den Bergen, am Meer oder auf dem Weg zur Arbeit mit Gott sprechen.“ Er zitierte Passagen aus verschiedensten Bibelstellen, die ermutigen und Kraft spenden:
„Du bist ein Freund Jesu,
Du bist wertvoll,
Du bist geliebt, wie du bist,
Du bist sicher in Gottes Hand,
Du hast Gott an deiner Seite
Du bist ein Sieger,
Du kannst deinem Gott vertrauen,
Du bist wunderbar gemacht,
Du bist erlöst.Die neue Schöpfung ist nicht nur zukünftig, sondern auch
gegenwärtig: Sie ist Hoffnung, Kraftquelle und Auftrag zugleich!“
Das Männerquartett stimmte auf das Abendmahl und den Wortbeitrag des stellvertretenden Bezirksleiters Stefan Vogt ein mit dem Lied „Näher, noch näher, fest an dein Herz, ziehe mich Jesus in Freude und Schmerz.“
Bleib auf deiner Route!
Als einfaches Beispiel, wie man einem Ziel nahekommen könne, nannte Stefan Vogt die Routeneinstellung des Navigators in einem Auto. Man könne sein Ziel nicht verfehlen, wenn man Gott frage, ob man noch auf dem richtigen Wege sei. Gott habe versprochen, seine Gläubigen in die neue Schöpfung mitzunehmen.
Das Lied „ Lasst die Herzen immer fröhlich“ ist ein Klassiker unter den neuapostolischen Kinderliedern und wurde folgerichtig von circa dreißig ehemals Jugendlichen mit großer Begeisterung gesungen. Auf Aufforderung stimmte die Gemeinde gerne mit ein in den Refrain und bereitete so die Inruhesetzung von Detlef Süllwald vor.
„44 Jahre Amtsträger bei großen Herausforderungen des Lebens,“ begann der Bezirksleiter Michael Block seine Laudatio für Detlef Süllwald und seine Frau Regina, die das Amt ihres Mannes immer unterstützt habe. Dabei sei „Immer fröhlich“ sicher kein Ausdruck für die harte Arbeit, die Detlef habe leisten müssen. Aber heute böten die gemachten und erlittenen Erfahrungen ein Potential, dass Detlef Süllwald in seiner Arbeit für Süchtige und ihre Familien einbringen könne: guter Zuspruch, Mutmachen und Nahesein. „Gottes Diener tun, wozu sie berufen sind,“ so Michael Block. Er entband Detlef Süllwald von seinem Amtsauftrag, bat ihn aber, weiterhin sensibler Ansprechpartner zu bleiben und Aufgaben zu sehen, die ihm der Heilige Geist zeige. Er wünschte Detlef und seiner Regina einen gesegneten Lebensweg, in dem sie viel Lebensfreude empfinden könnten.
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