Lage. Auferstehung – Himmelfahrt – Wiederkunft: und wir mittendrin. Dies ist keine verkürzte ausschnitthafte Zusammenfassung des Kirchenjahres. Es ist die Grundausrichtung des Christen, der in der Hoffnung auf ewige Gemeinschaft mit Gott und seinem Sohn Jesus Christus lebt; und ihm allein am Ende ein «Halleluja» im Reich Gottes singt. Apostel Carsten Denker feierte den Himmelfahrtsgottesdienst 2025 am 29. Mai in der Gemeinde Lage mit dem Textwort aus Apostelgeschichte 1,10-11.
Ein leiser Abschied vom Ostergeschehen
Die Töne des Klaviers zogen sofort in den Bann als man das Kirchenschiff der Gemeinde Lage betrat: nicht laut, sondern leise, zum genauen Hinhören zwingend machte Pianist Benjamin Falk klingend deutlich, dass Himmelfahrt der Abschied von Ostern ist. Er eröffnete musikalisch die Perspektive, die sich im Gottesdienst entfalten sollte, indem er das bekannte Missionslied „Die Sach‘ ist dein, Herr Jesu Christ" dynamisch und immer auf Beschäftigung mit dem Text zielend vortrug: „So führ uns allzu gleich zum Teil am Leiden und am Reich, führ uns durch deines Todes Tor samt deiner Sach‘ zum Licht empor.“ Leiden – Reich – Licht: Ostern ist vorbei. „Der Himmel ist das Sehnen der Seele“, eröffnete Apostel Denker seine Predigt.
Christi Himmelfahrt als Qualität
Dem Geschehen um Christi Himmelfahrt als zweites Abschiednehmen ist die Gewissheit der Wiederkunft Christi eingeschrieben – diese Übergangszeit bekommt durch die Nähe Gottes und Christus besondere Qualität:
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„Du bist nicht allein! Denn Jesus sieht dich und er weiß, was in dir los ist.“
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„Für dich wird gebetet! Die Sicherheit des Gebets des Anderen ist Kraftquelle für den Alltag. Jesus sieht dich in deinen Entscheidungen und Sorgen.“, machte Apostel Denker Mut.
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Die Verkündigung des Wortes Gottes im Gottesdienst ist Ausdruck dafür, dass Christus uns entgegenkommt.
Christi Himmelfahrt als Auftrag
Unsere Eigeninitiative lässt uns Teil des Himmelfahrtsgeschehens und der Verkündigung der Wiederkunft Christi werden:
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„Ein Gebet ist ein Gedanke, der Richtung Himmel geht.“, definierte Apostel Denker. Das tägliche Gebet ist Nähe zu Gott.
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„Du bist der Gott, der uns gut tut.“ motivierte Bezirksältester Michael Block. Böses meiden beginnt beim Einzelnen selbst. „Gott ist gut, also tue ich Gutes.“, brachte er den Auftrag aller Christen auf den Punkt.
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„Frieden ist eine Fürsorgetat an der eigenen Seele.“, regte der Apostel zum Nachdenken an. Für Frieden sorgen heiße, nicht auf ein Friedensangebot anderer zu warten, sondern als Friedensstifter der erste zu sein.
Dies beinhalte die Frage an sich selbst, was man bereit sei aufzugeben, mahnte Bischof Thomas Wiktor die Gemeinde. Dazu gehöre, durch das eigene Handeln die Güte Gottes nicht auf Mutwillen zu ziehen.
Ein Halleluja der Freude als Teil am Reich
Der leise und im wahrsten Sinne des Wortes bedenkenswerte Abschied von Ostern war am Ende des Gottesdienstes in christliche Zukunftsfreude verwandelt worden. Nachdem Apostel Denker die Diakonin Jolika Schulte in ihrem Amtsauftrag für die Gemeinde Lage bestätigt hatte, brachte der gemischte Chor der Gemeinde diese Hoffnung im wahrsten Sinne des Wortes und sichtbar freudestrahlend auf den Punkt: „Wird das nicht Freude sein, wenn wir, was wir begehren, den Heiland sehen und hören?“ Himmelfahrt 2025 als Perspektive auf das Reich Gottes – und wir mittendrin.
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