Bad Oeynhausen. Am 01.06.2025 erfreute sich die Gemeinde Bad Oeynhausen gemeinsam mit allen Familienangehörigen an der Diamantenen Hochzeit des Ehepaares Gisela und Wilfried Homburg. Damit konnte insgesamt zum 9. Mal eine Diamantene Hochzeit in der Gemeinde gefeiert werden.
Der Gemeindevorsteher Olaf Lohmeier hielt diesen Gottesdienst und führte die Segenshandlung zur Diamantenen Hochzeit durch.
Grundlage des Gottesdienstes bildete das Wort aus Apostelgeschichte 1,13a – 14:
„Und als sie hinkamen, stiegen sie hinauf in das Obergemach des Hauses, wo sie sich aufzuhalten pflegten. (…) Diese alle hielten einmütig fest am Gebet samt den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern.“
Eingeleitet wurde die Predigt durch das Chorlied „Nur noch eine kleine Weile“. Dieses beschreibt die Notwendigkeit zum Bereitmachen auf die baldige Wiederkunft Christi. Olaf Lohmeier bezog sich direkt auf das Lied der Sänger, indem er fragte: „Warten wir noch auf die Wiederkunft?“ Zum gemeinsam gesungenen Eingangslied „Ich will streben nach dem Leben, wo ich selig bin“ stellte der Vorsteher die Frage: „Ist das so?“ oder „Hast du deinen großen Gott schon aus deinem Lebensboot aussteigen lassen?“ Falls ja, sei das nicht schlimm, denn: Jeder habe die Chance immer wieder neu mit Gott anzufangen.
Wir warten auf die Wiederkunft Jesu Christi
Nach der Himmelfahrt Jesu Christi und in der vorpfingstlichen Zeit (Lukas 24,52) lebten die Jünger in freudiger Erwartung auf seine Wiederkunft. Sie blieben zusammen, kehrten nach Jerusalem zurück und versammelten sich im Obergemach eines Hauses, um sich zu heiligen und zu beten. Hirte Olaf Lohmeier wies darauf hin, dass sich der Aufbau eines Einfamilienhauses in unserer Zeit zu der damaligen Aufteilung nicht so sehr unterscheidet. So seien im oberen Stockwerk eher die Räume angelegt, in denen man zur Ruhe kommt wie das Schlafzimmer oder Arbeitszimmer. Dies seien Räume, zu denen nicht unbedingt jeder Zutritt hat und in denen man im Gebet mit Gott spricht.
Einmütig beieinander im Glaubenslauf
Ein besonderes Augenmerk richtet das Lukasevangelium auf die Einmütigkeit, in der die Jünger beisammen sind und beten. Einmütigkeit meine so viel wie „eines Sinnes“ und gleichgesinnt“. Olaf Lohmeier warf die Frage auf: „Sind wir in unserem Warten gleichgesinnt? Oder denkt jeder an sich selbst, nach dem Motto: Wenn jeder an sich selbst denkt, ist an alle gedacht?“ Das Ziel des Glaubens werden wir nur gemeinsam erreichen. Olaf Lohmeier verglich unseren Glaubenslauf mit dem Lauf eines paralympischen Athleten. Dieser stürzte und lag am Boden. Die anderen Läufer liefen nicht an ihm vorbei. Sie hielten an, halfen ihm auf und gingen gemeinsam durch das Ziel.
Manchmal bedeute es auch einen Kompromiss zu finden. Olaf Lohmeier riet dazu, sich in schwierigen Situationen einmal zurückzuziehen und das Positive bei seinem Nächsten zu suchen. Er erinnerte an den Leitspruch von Stammapostel Richard Fehr, das bekannte Pfingstgrußwort: „Maranatha! -Unser Herr kommt!“. Bis dahin gebe es für uns Christen noch viel zu tun.
Glauben und Beten wie ein Kind
Den ersten Predigtbeitrag hielt Priester Kunzmann. Er betonte den Wert eines jeden Gottesdienst als Rückzugsort und wies darauf hin, dass wir hier die Möglichkeit haben „aus dem Hamsterrad des Alltags“ einmal auszusteigen. Das Gebet und der Glaube sollen dabei unser höchstes Gut sein. Er wies darauf hin, dass man manchmal auch glauben haben muss wie ein Kind, das in Zeiten der Dürre einen Regenschirm mit zum Bittgebet der Gemeinde bringt. Auf die Frage, wofür denn der Regenschirm nötig sei, reagierte dieses Kind mit der gläubigen Gewissheit: „Ich brauche den Schirm, denn nach unserem Gebet, wenn ich wieder nach Hause gehe, regnet es!“.
Der Gottesdienst – unsere „Gute Stube“
Im zweiten Predigtbeitrag stellte Priester Süllwald die Frage auf: „Mit welcher Erwartungshaltung sind wir in den Gottesdienst gekommen? Wie äußert sich der Segen Gottes?“ Es sei ein Segen, einfach „mal zur Ruhe zu kommen“. Der Gottesdienst solle für uns die „Gute Stube“ sein, in der wir in der Nähe zu Gott zur Ruhe kommen und uns wohlfühlen können. Die „Gute Stube“ galt früher als ein besonderer Raum im Haus. So soll für uns der Gottesdienst etwas Besonderes, wie die „Gute Stube“ sein – denn hier sind wir willkommen.
Das Heilige Abendmahl - Tischgemeinschaft mit Gott
Vorbereitend auf das Heilige Abendmahl las Vorsteher Olaf Lohmeier ein Bibelwort aus 1.Korinther, 10. Kapitel, Vers 16-17: „Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist der nicht die Gemeinschaft des Blutes Jesu Christi? Das Brot das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi? Denn ein Brot ist´s, so sind wir in vielen ein Leib, weil wir alle an einem Brot teilhaben.“
Haben wir Teil an dem Leib und Blut Jesu Christi? Das Heilige Abendmahl ist ein Bekenntnismahl, Gemeinschaftsmahl, etwas ganz Besonderes. Der Hirte appellierte an die Gemeinde es würdig zu genießen, da wir „Tischgemeinschaft“ mit Jesus Christus haben. Dazu sei zuvor die Reinigung der Seele von Schuld und Sünde erforderlich, da die Sünde in die Gottferne führe.
Im Folgenden feierte die Gemeinde Sündenvergebung und das Heilige Abendmahl.
In Gottesfurcht gütig und treu
Nach der Sündenvergebung und der Feier des Heiligen Abendmahls bat Hirte Olaf Lohmeier das Diamanthochzeitspaar Gisela und Wilfried Homburg an den Altar zu kommen. Für die Eheleute wählte er zwei Bibelworte aus. Das erste Bibelwort steht in Prediger 3,14: „Ich merkte, dass alles was Gott tut, das besteht für ewig; man kann nichts dazutun noch wegtun. Das alles tut Gott, dass man sich vor ihm fürchten soll.“ Das zweite Bibelwort zur Diamantenen Hochzeit steht in Psalm 85, 10-11: „Es ist ja seine Hilfe nahe, die ihn fürchten, dass in unserem Land Ehre wohne, dass Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Frieden sich küssen.“
Beide Bibelworte thematisieren die Gottesfurcht, von welcher unser Handeln geprägt sein soll. Gottesfurcht meint, Gott zu lieben und nach seinem Wort zu handeln, nicht, weil wir ihn fürchten, sondern weil wir ihn lieben und nicht betrüben wollen.
60 Jahre Ehe meint nicht nur 60 Jahre zusammenwohnen, sondern 60 Jahre das Leben gemeinsam zu beschreiten. Einander mit Güte und Gnade zu begegnen, geduldig und nachsichtig sein. Güte und Vergeben gehören in 60 Jahren dazu.
60 Jahre Ehe – das meint auch 60 Jahre Treue: Treu und ehrlich sein, offen und mutig manchmal auch dem anderen die Meinung zu sagen, wenn er sich verläuft. Wenn man verletzt wurde, müsse man dann dem anderen auch verzeihen können.
Beides zusammen – Güte und Treue – müssten gelebt werden, wenn dies nicht so sei, wird die Ehe oberflächlich.
Gerechtigkeit und Frieden leben
Gerechtigkeit meint, nicht immer Recht zu haben, sondern sich selber zu hinterfragen und den andern so anzunehmen, wie er ist. Manchmal müsse man sich auch zwingen den „friedlichen Weg zu gehen“.
Gottes Güte und Treue habe das Ehepaar in der Vergangenheit geleitet und begleitet, seine Gerechtigkeit habe sie getragen und der Friede Jesu habe sie umschirmt. Dies solle in der Zukunft auch weiter so sein. Dazu müssten sie weiter an der Ehe arbeiten und dafür gibt Gott seinen Segen.
Im Folgenden spendete Olaf Lohmeier dem Ehepaar den Segen zur Diamantenen Hochzeit.
Nach dem Abschlussgebet und Schlusssegen gratulierte dem Ehepaar die Gemeinde herzlich, außerdem hatten die Kinder für ein gemeinsames Beisammensein Waffeln gebacken
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.
