OWL/Bielefeld. Am Sonntag, dem 15. Februar 2026 fand in der Neuapostolischen Kirchengemeinde der Kindergottesdienst (KiGo) für 6-9-jährige statt, kurz KiGo 6-9. Es konnte im Anschluss eine Spende über 3.196,35 Euro an das Kinder- und Jugendhospiz in Bielefeld-Bethel übergeben werden.
Kindgerecht ging es bei der Begrüßung der eintreffenden Gottesdienstbesucher im Foyer der Kirche in der Bismarckstraße in Bielefeld zu. An einem Tisch im Eingang durfte sich jeder ein Namensschild basteln. Auf ein kleines Pappherz konnte der Name geschrieben werden. Das Herz wurde dann an einem Bändchen mit Clip befestigt, sodass jeder wusste, wer vor ihm stand.
Rollenspiel
Die Betreuer der Kinder starteten mit einem Rollenspiel. Einige spielten mit einem Ball und grenzten eine weitere Person aus. Ein Beobachter versuchte in der Situation zu vermitteln, indem er an Jesus erinnerte, der niemanden ausgrenzt, sondern einen jeden, der möchte einbezieht und mitmachen lässt. Das beherzigten die, die zuvor eine Person ausgeschlossen hatten und so spielten nun alle fröhlich miteinander.
Liebe ?
Zettel mit unterschiedlichen Texten zur Liebe wurden aus einem Eimer gezogen. Die Kinder hatten nun die Aufgabe, zu entscheiden, ob der Text auf dem Papier gut ist oder nicht. Gute Sprüche wurden auf einem Whiteboard befestigt, die anderen wanderten in den Papierkorb.
So entstand auf dem Whiteboard eine Sammlung mit guten Texten zum Thema Liebe. Damit waren die Kinder schon wunderbar auf den Kern des Gottesdienstes vorbereitet.
Freundlichkeit
Den eigentlichen Gottesdienst führte der Leiter der Kirchengemeinde, Evangelist Jörg Adomeit, durch. Schon sein Gebet formulierte er in Worten, die für die Kinder gut nachvollziehbar waren. Und so las er auch das Bibelwort für den Gottesdienst:
"Behandelt andere, wie auch ihr behandelt werden wollt!"
So heißt es sinngemäß in Matthäus 7,12.
In seiner Predigt beleuchtete Evangelist Adomeit eindrucksvoll, wie wichtig die Freundlichkeit gegenüber einem jeden Menschen sei. Diese Freundlichkeit sei im Grunde ganz einfach zu erreichen, nämlich, wenn bei allen die Liebe tief im Herzen stehe und das Denken und Handeln bestimme.
Spendensammlung
Im November 2025 wurden unter den Kindern kleine Jutesäckchen verteilt, die jeweils mit 10 Euro bestückt waren. Mit der Aufgabe: "Handelt mit euren Talenten", galt es daraus mehr zu machen.
Also legten sich die Kinder ins Zeug: Sie bastelten, backten und gaben die Erzeugnisse gegen eine meist sehr großzügige Spende weiter.
Spendenübergabe
Frau Christiane Grull vom Kinder- und Jugendhospiz Bethel beschrieb die Einrichtung und erklärte den Sinn, den Zweck und die Arbeitsweise dort.
Neun mutige Kinder hatten sich gemeldet und bekamen einen Zettel, auf den jeweils ein Zahl gedruckt war. Ein Komma war ebenfalls dabei. Sie hielten nun die Zahlen in der richtigen Reihenfolge hoch, sodass der eindrucksvolle Betrag von 3.196,35 Euro lesbar wurde.
Einen symbolischen Scheck mit dieser Summe konnte die Kinderbetreuerin Diakonin Daniela Langner an das Kinderhospiz überreichen.
Für die anwesenden Kinder hatte Frau Grull auch Präsente im Gepäck. Für jedes Kind gab es einen Clipper und einen Stift. Beide waren mit dem Text: "Der Weg nach Hause" bedruckt. "Der Weg nach Hause" ist ein Pflegedienst, angegliedert an das Hospiz, der es Kindern mit Behinderung ermöglicht, viel zu Hause zu sein. Dort helfen die Mitarbeiter bei der Pflege der Kinder.
Zusammen mit den 10-14-jährigen Kindern belief sich die Spende an das Hospiz auf eindrucksvolle 5.150 Euro.
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