Bad Oeynhausen. Am 19. Juli 2026 feierte die Gemeinde gemeinsam mit Eltern, Verwandten und Freunden die Taufe von Davina Etiam.
Das einleitende Bibelwort für diesen Gottesdienst stand in Matthäus 6, Vers 11: „Unser tägliches Brot gib uns heute,“ und stammt aus der Bergpredigt Jesu.
Unser tägliches Brot
Der Vorsteher der Gemeinde Olaf Lohmeier führte aus, dass dieser Satz aus dem sogenannten „hohepriesterlichen Gebet“, zwei mal das Wort uns bzw. unser enthalte. Die erstgenannten Bitten aus dem „Vater unser“ seien an Gott direkt gerichtet. Jetzt aber würde deutlich, dass es nicht um das Individuum ginge, sondern um die Gemeinschaft aller Gläubigen. Ein Christ solle immer auch für den anderen da sein.
Das Wort „Brot“ schlösse in diesem Zusammenhang alle Bedürfnisse eines Menschen ein. Damit seien sowohl Nahrung, als auch Bekleidung oder Unterkunft gemeint, siehe auch Johannes 6 Vers 35: „Jesus aber sprach zu ihnen: ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“ „Unser tägliches Brot gibt uns heute,“ schiene eine Doppelung zu sein. Aber aus dem griechischen Urtext ginge hervor, das „das Erforderliche/Notwendige,“ gemeint sei. Das „Heute“ bedeute, dass Gott immer wieder neu schenken würde.
Gott ist der Geber aller Gaben
Olaf Lohmeier rief der Gemeinde zu: „Gott hat dir ein Auskommen, den Beruf und dein Leben geschenkt. Mach etwas daraus und sei dankbar!“ Priester André Kunzmann zog in seinem Predigtbeitrag die Schlussfolgerung, dass man sich nicht fürchten solle, sondern nur glauben. Gott sei sinnbildlich immer mit im Boot, man müsse ihn aber auch an das Ruder lassen. Er schloss seine Co-Predigt mit den Worten: „Es wird für Gott ein Kleines sein, seine Wiederkunft ausrichten zu können.“
Die Taufe von Davina Etiam
Die Taufhandlung wurde eingeleitet mit dem Lied „Dass du da bist“, komponiert und getextet von Dirk Pfau. Der Text der dritten Strophe passte besonders gut zum Tageswort, aber auch zur diesjährigen Jahreslosung der Neuapostolischen Kirche:
„Du bist du und darfst sein Kind sein, weil Gott selbst dein Vater ist.… trau dich einfach und sei mutig, du bist Gottes Kind.“
Alle Liedstrophen wurden von André Walkenhorst rezitiert und am Klavier begleitet von Ulrich Wörmann. Die Eltern Sévérine und Kofi traten mit der kleinen Davina Etiam an die bereitstehende Wasserschale, die Taufansprache wurde ins Französische übersetzt von Petra Kunzmann. Das Taufwort aus Josua 1 Vers 9 war wie geschaffen für Davina Etiam und wurde durch Olaf Lohmeier aus der Basisbibel zitiert: „Ich habe dir doch gesagt, dass du stark und mutig sein sollst. Fürchte dich nicht und schrecke vor nichts zurück! Denn der Herr, dein Gott ist mit dir bei allem, was du unternimmst!“ Josua habe diesen Zuspruch Gottes als Ermutigung erhalten, weil Mose, der Anführer der Israeliten gestorben war. Josua wurde nun mit der Aufgabe betraut, sein Volk in die Heimat zu führen. In Togo - dem Heimatland der Eltern Séverine und Kofi – setzen die Christen den Namen ihrer Kinder immer einen zweiten, christlichen Namen zu, so erläuterte Olaf Lohmeier. So bedeute „Etiam“ übersetzt „die von Gott erwählte.“ Der Vorsteher bat die Eltern:“ Lehrt Davina Etiam das Beten, erklärt ihr den großen Gott und dass jedes Leben, dass auf dieser Welt ist, von Gott kommt.“
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