Bielefeld. Zum Wochengottesdienst am 22.03.2023 hatte sich Apostel Stefan Pöschel in der Gemeinde Bielefeld-Nord (Jöllenbeck) angekündigt. Eingeladen waren ebenfalls die Gemeinde Bielefeld-Brake und einzelne Diakone aus den Gemeinden des Kirchenbezirks Ostwestfalen-Lippe (OWL).
Dem Gottesdienst hatte der Apostel den Bibelvers aus Hebräer 12,3, zu Grunde gelegt:
"Gedenkt an den, der so viel Widerspruch gegen sich von den Sündern erduldet hat, dass ihr nicht matt werdet und den Mut nicht sinken lasst."
Dank an die Diakone
Zunächst nutzte Stefan Pöschel die Gelegenheit, sich bei den eingeladenen Diakonen für ihre aufopferungsvolle, ehrenamtliche Arbeit in den Gemeinden herzlich zu bedanken. Es würden von den Amtsträgern viele Aufgaben, auch in der Seelsorge wahr genommen, die sonst kaum jemand sehe. Er ermunterte die Gottesmänner so weiter zu machen.
Gedenken der Leiden Jesu
Im Folgenden ging der Apostel auf die Passionszeit ein, in der die gläubigen Christen der Leiden Jesu gedenken. Er beschrieb, dass sicher einem jeden in seinem Leben schon Leid begegnet sei. Das Leid als Begriff sei nicht positiv belegt. Dazu stellte er die Fragen:
- "Woher kommt das Leid ?"
- "Schickt Gott Leid ?"
- "Warum verhindert er es nicht, wenn er es nicht schickt ?"
In diesen Punkten könne der Gläubige aus Jesu Leben lernen. Jesus räumte mit der zu seiner Zeit herrschenden Meinung auf, dass Leid eine Strafe Gottes für begangene Sünden, gegebenenfalls auch schon begangene Sünden der Eltern sei.
Das Leid sei durch die Zerstörung des Verhältnisses der Menschen zu Gott zu Stande gekommen, deren Folge die Sünde ist. Es begründe sich aus falschen Einschätzungen und Entscheidungen, zu denen auch der Widersacher Gottes beitrage.
Leid kann zum Heil beitragen
Der Hebräerbrief beschreibe, dass Leid auch zum Heil beitragen könne, da es den Leidenden dazu bringe, sich auf Wesentliches zu konzentrieren.
Wie auch Hiob, so der Apostel, seien die Menschen nicht in der Lage den Willen Gottes zu begreifen. Selbst Jesus habe zu leiden eingewilligt, weil er wusste, dass Freuden kommen. Er selbst verzichtete auf die Freuden und war Gott gehorsam, weil er die Welt und alle Menschen geliebt habe, obwohl sie sich von ihm abwandten.
Wer Anteil am Leiden hat, hat auch Anteil am Reich
Jesus habe gesagt: "Wer mir nachfolgen will verleugne sich und folge mir nach". Apostel Pöschel forderte die versammelte Gemeinde auf, trotz der Leiden die Liebe zu Gott zu beweisen, bereit zu sein, das eine oder andere auszuhalten, sich den Glauben immer wieder stärken zu lassen und das Leid immer richtig einzuschätzen.
Priester Ruppenstein
Priester Henning Ruppenstein aus der Gemeinde Bielefeld-Brake ging in seinem Predigtbeitrag noch einmal auf den Hebräerbrief ein. Die Gläubigen bräuchten Stärkungen, so der Priester. Er tröstete die Leidtragenden mit der Gewissheit, dass Jesus seine Kinder liebe und sie ihm vertrauen müssten.
Abendmahl
In der Vorbereitung zur Feier des Heiligen Abendmahls ermahnte Apostel Pöschel die Gottesdienstteilnehmenden, sich mit dem Abendmahl als dem Gedächtnismahl im Gedenken an die Leiden, die Jesu für seine Kinder auf sich nahm, zu beschäftigen. Es könne auch passieren, dass der Gläubige um seines Gehorsamswillen zu Gott leide.
Der Gottesdienst wurde von Orgelspiel und Chormusik eindrucksvoll umrahmt.
Im Anschluss hatte ein jeder die Gelegenheit, sich persönlich von Apostel Pöschel zu verabschieden.
1. April 2023
Text:
Uwe Goldstein
Fotos:
Uwe Goldstein
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