Bielefeld. Am Mittwoch, dem 11. März 2026, hatte Apostel Carsten Denker aus Minden seinen Besuch in der Gemeinde Bielefeld-Nord (Jöllenbeck) angekündigt. Etliche Segenshandlungen sollten durchgeführt werden: Eine Heilige Versiegelung, eine Ruhesetzung und eine Ordination waren geplant.
Mittwochabends feiern die Neuapostolischen Kirchengemeinden Enger-Spenge und Bielefeld-Nord den Gottesdienst gemeinsam. So konnten auch die Gläubigen aus Enger-Spenge ihren Apostel erleben.
Apostel Carsten Denker las für den Gottesdienst die Verse 34 und 35 aus Apostelgeschichte 10:
"Petrus aber tat seinen Mund auf und sprach: Nun erfahre ich in Wahrheit, dass Gott die Person nicht ansieht; sondern in jedem Volk, wer ihn fürchtet und Recht tut, der ist ihm angenehm."
Von Gott lernen
Der Apostel äußerte den Wunsch, dass ein jeder die Bereitschaft haben möge, von Gott zu lernen. Es sei situationsbedingt nicht immer leicht, das Herz zu öffnen und Gottes Wort aufzunehmen und zu lernen. Gott wolle den Anwesenden etwas ganz besonderes in das Herz legen: Sein Wort.
Dieses Wort Gottes sei die Wahrheit, die gut tue. Es bereite auf die ewige Herrlichkeit vor und sei für die Erreichung dieses Glaubensziels von unermesslichem Wert.
Gott machen lassen
Alle, die Sorgen haben, ermutigte Apostel Denker, diese zur Seite zu legen und den lieben Gotte einfach machen zu lassen. Mit dem Wunsch im Herzen: "Herr lass mich doch heute wieder lernen, erquicke meine Seele mit dem, was Du an guten Dingen für mich bereitet hast", solle ein jeder den Gottesdienst genießen können.
Alle Eure Sorgen werfet auf ihn
Carsten Denker unterstrich den Trost für alle, die große Sorgen haben, mit dem Verweis auf 1.Petrus 5,7:
" Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch."
Jeder solle seinen Glauben fest in die Hand nehmen und könne damit die Wunder, die Gnade und die Liebe Gottes erkennen, riet der Apostel.
Keinen Unterschied machen
Gott sehe die Person nicht an. Ihm sei es angenehm, wenn man Ehrfurcht vor ihm habe und ihn als allmächtigen Schöpfer erkenne. Dann pflege man auch Gottes Schöpfung und den Glauben, weil man nicht sorglos damit umgehe. Der Gläubige nehme jedes Geschöpf und damit auch jeden Menschen an und werde helfend tätig, wenn es notwendig sei. Auch, wenn man nicht heilen könne, so könne man bei Sorgen zuhören, da sein und trösten.
Von Vorbildern lernen
In seinem letzen Predigtbeitrag vor der Ruhesetzung erklärte Priester Uwe Wehmeier, dass Lernerfahrung beim Lernen helfe. Wichtig sei, immer lernbereit zu sein und von Vorbildern zu lernen. Jesus Christus sei das beste Vorbild. Er ermutigte die Gemeinde, diesem nachzueifern.
Gott ist groß
Bischof Thomas Wiktor aus Minden machte noch einmal deutlich: "Gott ist größer, als wir denken können!" Die Gottesfurcht bedeute, dass der Gläubige sich immer darüber klar sein müsse, dass Gott unendlich groß und die Menschen klein seien. Er riet, sich dessen sehr bewusst zu sein und im Gebet gerne auch zu sagen: "Entschuldigung, lieber Gott, für das, was nicht gut war.
Musik
Der gemischte Chor trug mit seinen beeindruckenden Liedvorträgen zur Verschönerung des Gottesdienstes bei. Unterstützt vom Orgelspiel mit Querflötenbegleitung wurden viele großartige Musikstücke zum Anhören gebracht.
Ruhesetzung und Ordination
Wenn gestandene Segensträger in den Ruhestand treten, entsteht bei den seelsorgerisch betreuten Gemeindemitgliedern immer ein wenig Wehmut. Das spürten die Anwesenden auch, als Apostel Denker den Priester Uwe Wehmeier in den Ruhestand verabschiedete. Mit großem Dank für die vielen ehrenamtlich geleisteten Stunden für das Werk Gottes bedachte der Apostel den scheidenden Priester und wünschte ihm mit seiner Familie alles Beste für die bevorstehende Zeit.
Anlass zu großer Freude war, dass Gott auch eine Diakonin erwählt hatte. Sie war dem Ruf gefolgt und hatte sich bereit erklärt, dieses Amt anzunehmen. Nach einer kurzen Ansprache empfing sie kniend den Amtsauftrag.
Segen zum Abschluss
Mit Gebet und Segen beendete der Apostel den Gottesdienst. Als das letzte Lied des Chores verklungen war, konnten sich die Anwesenden persönlich von ihrem Apostel und dem Bischof verabschieden.
Für den Ruheständler hatte der Leiter der Gemeinde Enger-Spenge, Bezirksevangelist Stefan Vogt, zuvor noch einige Dankesworte im Gepäck und auch ein kleines Präsent.
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