Bielefeld-Nord. Über 39 Jahre diente Dietmar Laybach ehrenamtlich als Amtsträger in der Neuapostolischen Kirche; Diakon Volker Detmar übte sein Amt 20 Jahre lang aus. Im Gottesdienst am Sonntag, dem 27. Juli 2025, verabschiedete Apostel Carsten Denker beide in den Ruhestand. Priester Torsten Rüter wurde gleichzeitig zum neuen Gemeindevorsteher beauftragt.
In seiner Ansprache zur Ruhesetzung griff der Apostel zunächst das Lied „Ein Gärtner geht im Garten“ auf und rief dazu auf, innezuhalten und dankbar zurückzublicken. So wie ein Gärtner Samen legt und hegt, habt ihr im Dienst für Gott Menschen begleitet und das Evangelium in ihre Herzen gesät.
Dienst als Gärtner im Garten Gottes
Ihr ward Gärtner im Garten Gottes: Ihr habt nicht nur gepredigt, sondern euch in das Innere der Menschen begeben, sie in ihren Sorgen getragen und mit Gebet gestärkt. Jeder Händedruck, jedes tröstende Wort und jede stille Fürbitte wuchsen aus tiefer Zuneigung zu denen, die euch anvertraut waren. Eure Liebe hat Vertrauen gesät und reiche Früchte des Glaubens hervorgebracht.
Nun endet euer aktiver Dienst, doch euer Ertrag bleibt sichtbar: dankbare Herzen, gelebte Wunder und ein Glaube, der weiter gedeiht. „Möge Gottes Kraft euch im Ruhestand begleiten, möge euer Glaube weiterhin aufblühen und möget ihr Gesundheit sowie erfüllte Stunden im Kreis eurer Familie erleben“, so der abschließende Wunsch des Apostels.
Evangelist Dietmar Laybach wurde 1986 durch Apostel Skielka zum Unterdiakon ordiniert. Zwei weitere Ordinationen erfolgten 1997 zum Priester und 2003 zum Evangelistenamt, jeweils durch Apostel Wiktor. Zugleich beauftragte der Apostel ihn als stellvertretenden Gemeindevorsteher der Gemeinde Bielefeld-Brake. Am 30. November 2008 berief Apostel Schorr ihn schließlich zum Gemeindevorsteher der heutigen Gemeinde Bielefeld-Nord.
Beauftragung des neuen Vorstehers
Nach dem Ruhestand seines Vorgängers beauftragte Apostel Denker Priester Torsten Rüter, der zuletzt in der Gemeinde Halle-Werther wirkte, als neuen Vorsteher von Bielefeld-Nord. „Bleibe stets wachsam, entdecke verborgene Aufgaben und scheue dich nicht vor Mühe – denn in jedem Dienst wächst auch die Freude. Sei Hirte für jede Seele und schließe niemanden aus“, so der Apostel in seiner Ansprache. Er wünschte Priester Rüter und seiner Familie Gottes Beistand, reichen Segen und gutes Gelingen.
Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen
Grundlage des Gottesdienstes war das Bibelwort aus Matthäus 10,7: „Geht aber und predigt und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen.“ Apostel Denker ermunterte dazu, diese Verheißung im Herzen zu bewahren: Jeder Ton im Lobpreis, jedes Gebet und selbst die stille Andacht schenken uns einen Vorgeschmack auf Gottes kommende Herrlichkeit.
Wenn wir uns in der Liebe Gottes geborgen wissen, fällt jede Furcht von uns ab. Diese Geborgenheit ist kein lautes Spektakel, sondern ein sanfter, unerschütterlicher Friede. Er nimmt unsere Sorgen und führt uns hinein in das Reich, das wir hier irdisch nur erahnen und doch schon himmlisch erfahren dürfen.
Schon die Propheten haben von einem neuen Himmel und einer neuen Erde gesprochen. In Jesus Christus ist dieses Reich unter uns angebrochen. Er hat uns den Weg gezeigt – und nun sind wir aufgerufen, seine Botschaft weiterzutragen.
Heute empfangen wir den Auftrag der Apostel: Geht hinaus und verkündet: Das Himmelreich ist nahe! Nicht, damit wir alleinstehen, sondern damit wir einander stärken, ermutigen und die Hoffnung lebendig halten. Betet täglich um die Erfüllung dieser Verheißung und erinnert euch gegenseitig an die bevorstehende Herrlichkeit. Der Tag wird kommen, an dem unser Glaube zum Schauen wird – und wir werden erkennen, wie kostbar es war, an dieser frohen Botschaft festzuhalten.
Co-Predigt
Evangelist Laybach bezog sich in seiner letzten Predigt auf die ersten Worte des Bibelzitats „Geht hin und sprecht“. Wer stehen bleibt und schweigt, entfaltet in seiner Welt keine Wirkung. Wer aber aufbricht und teilt, was ihm am Herzen liegt, wird selbst zum lebendigen Zeugnis und macht die Botschaft vom nahen Himmelreich hörbar und sichtbar.
Lasst uns mutig weitergehen und sprechen – im Gebet, in den Taten und im einfachen Gespräch. Wenn wir Gottes Nähe als Geborgenheit erfahren und davon erzählen, wird das verheißene Reich mitten unter uns spürbar.
Danksagung und herzliche Begrüßung
Nach dem Gottesdienst dankten Priester Sven Resinnek (Gemeinde Bielefeld-Nord) und Bezirksältester Michael Block, Bezirksvorsteher von Ostwestfalen-Lippe, Evangelist i. R. Laybach und seiner Ehefrau Susanne für ihren langjährigen Einsatz. Als Zeichen der Anerkennung überreichten sie einen prächtigen Blumenstrauß und weitere Aufmerksamkeiten.
Anschließend begrüßte die Gemeinde Priester Rüter und seine Familie mit einem farbenfrohen Blumengruß.
Musikalischer Rahmen
Die Sängerinnen und Sänger der Gemeinden Enger-Spenge und Bielefeld-Nord umrahmten den Gottesdienst mit einfühlsamen Beiträgen. Orgel, Querflöte und ein kleiner Chor trugen zusätzlich zur musikalischen Gestaltung bei.
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