Bad Oeynhausen. Die Gemeinde gedachte im Gottesdienst am 2. März 2025 der Entschlafenen.
Der Choral „Wohl mir, dass ich Jesum habe“ von Johann Sebastian Bach, musikalisch dargeboten auf der Orgel und zwei Violinen, stimmte auf die Predigt ein.
Jesus will Leiden auflösen
Der Gottesdienst stand unter dem Bibelwort aus Psalm 107, Verse 19 und 20: „Die dann zum Herrn riefen in ihrer Not und er half ihnen aus ihren Ängsten, er sandte sein Wort und machte sie gesund und errettete sie, dass sie nicht starben.“ Bischof Wiktor forderte die Gemeinde auf, nicht nur unbeteiligter Zuschauer zu sein, sondern jede Gebetsarbeit und Zuwendung in Bezug auf die Schicksale verstorbener Menschen werde gebraucht. So könne jeder ein Wegbegleiter für Entschlafene sein. Seine Hilfe anzubieten und Mut zum Weitergehen auf dem Weg Jesu zu geben sei möglich, auch wenn niemand im Diesseits Entscheidungen für das Jenseits treffen könne.
Es ist Zeit, umzudenken!
Bischof Wiktor zitierte aus Sirach 14, Vers 11:“ Mein Kind, tu dir selbst so viel Gutes, wie du kannst und gib dem Herrn die Opfer, die ihm gebühren.“ Es sei durchaus wichtig, sich selbst auch etwas Gutes zu tun, so der Bischof. Nur so könne man auch anderen Menschen gerecht werden und ihnen etwas Gutes tun. Er rief der Gemeinde zu: „Alles wird anders, wenn ich mich auf Jesus fokussiere. Der Wille Gottes ist, das Alte loszulassen!“
Dazu bedürfe es besonderer Voraussetzungen:
Der Glaube daran, dass Veränderungen nur über Jesus Christus gehen könnten, sei unbedingt wichtig. Auch im Jenseits müssten Widerstände überwunden werden, so der Bischof.
Der Glaube an das Apostelamt und die Sakramentsspende auch für die Ewigkeitsbereiche.
Die Bußfertigkeit, also die innere Umkehr. Groll oder Schmerz, nicht geliebt worden zu sein, Trauer, Enttäuschung, Reue oder Rachegedanken seien nachvollziehbare, menschliche Gefühle. Aber jeder Mensch habe ein Anrecht auf Gnade, einzige Bedingung sei, sich helfen zu lassen.
Mach’ Dich auf den Weg!
Hirte Jens Gumbold stellte in seinem Predigtbeitrag als Antwort auf die Frage, was „gut“ sei heraus, dass diese Frage als „Dauerauftrag“ an sich selbst zu sehen sei. Jeder Mensch müsse immer wieder herausfinden, auf welchem Weg er sei. Als Beispiel nannte er die Geschichte des Elia aus 1. Könige 19. Auch Elia hätte mehrere Aufforderungen durch Engel erhalten, sich auf den Weg zum Berg Horeb, dem Berg Gottes zu machen. Er habe sich gefürchtet und lieber sterben wollen, aber schlußendlich sei er 40 Tage und Nächte gelaufen, was circa einer Distanz von 418 Kilometern entspreche, so der Hirte. Er bat die Zuhörer:“ Begib dich auf den Weg zum Guten und das in aller Konsequenz!“
Der Chor setzte sozusagen einen Schlußstrich unter den Predigt-Inhalt mit dem Lied: „Unser Mund kann froh lobsingen!“. Ebenfalls nach einer Komposition von Johann Sebastian Bach und unter Begleitung durch die Orgel mit einem ansprechenden Orgelsatz.
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