Bad Oeynhausen. Am Sonntag, den 20. Juli 2025 empfingen Anja und Wolfgang Lawendel im Rahmen des Gemeindegottesdienstes sowie im Beisein der Familie und Freunde den Segen zu ihrem Ehebund.
Grundlage der Predigt war das Bibelwort aus Apostelgeschichte 9, Vers 31: „So hatte nun die Gemeinde Frieden in ganz Judäa und Galiläa und Samarien und baute sich auf und lebte in der Furcht des Herrn und mehrte sich unter dem Beistand des Heiligen Geistes.“ Das Kapitel 9 der Apostelgeschichte beschreibt wie die ersten christlichen Gemeinden durch die Bekehrung von Paulus nach einer Zeit der Verfolgung verbunden mit Angst, Sorge, Unruhe und Not dann Frieden und Entwicklung erlebten.
Frieden und Aufbau
Frieden sei wichtig für die Entwicklung und den Aufbau im Staat, in der Gemeinde sowie in der Ehe. Dies erfordere Investition und manchmal müsse man sich Frieden etwas kosten lassen, führte der Gemeindevorsteher Olaf Lohmeier aus. Es sei wichtig, in unsere Beziehungen zu investieren. Auch die Seele benötige Aufbau und Entwicklung. „Lass doch deine Seele nicht zur Investitionsruine werden.“ Die Furcht des Herrn in dem Bibelzitat bedeute nicht Angst vor Gott sondern Ehrfurcht und Liebe zu Gott. So sei es wichtig, dass Gott in dem Mittelpunkt des Lebens, der Gemeinde stehe und den Nächsten zu achten wie sich selbst. Der Beistand des Heiligen Geistes aus dem Bibelwort bedeute, dass der Heilige Geist uns Kraft und Liebe gäbe.
Die dreifache Schnur
Einleitend zur Segenshandlung sang der gemischte Chor das Lied "Gott ist die Liebe". Priester Jörg Vogelsang sagte in seiner Ansprache an das Brautpaar, dass er sich riesig freue, dass sie sich getraut haben vor der Standesbeamtin ihr Ja-Wort zu geben und heute vor dem Altar Gottes zu treten.
Als Trauworte erhielten Anja und Wolfgang ein Zitat aus Prediger 4 Vers 9 und einen Teil aus dem Vers 12: „So ist’s ja besser zu zweien als allein; denn sie haben guten Lohn für ihre Mühe. …und eine dreifache Schnur reißt nicht leicht entzwei.“ So die Lutherübersetzung. In der Bibel „Hoffnung für alle“ sei die Übersetzung verständlicher: „Zwei haben es besser als einer allein, denn zusammen können sie mehr erreichen. …Ein Seil aus drei Schnüren reißt nicht so schnell!“
Anja und Wolfgang haben in den vergangenen vier Jahren seit dem Kennenlernen ihre Beziehung tragfähig werden lassen, weil noch Gott dabei war. Dies sei die Symbolik der dreifachen Schnur. Das Seil Gottes sei vergleichbar mit dem „Bungee-Jumping“. Der Sprung sei erfrischend, spannend, gefährlich, Sekunden wie eine gefühlte Ewigkeit und das Seil fange auf. So soll auch unser Vertrauen zu Gott sein, wenn wir das Gefühl haben der Boden reißt unter den Füßen weg, man befinde sich im freien Fall, so reißt das Seil Gottes nicht und am tiefsten Punkt hebt das Seil einem empor. Gott hat uns zugesagt: Ich habe dich je und je geliebt. „Habt Vertrauen, er wird es wohl machen.“ Zum Ausklang der Segenshandlung sang der Chor das Lied von Manfred Siebald: Gut, dass wir einander haben …Sorgen, Freuden und Kräfte teilen und auf einem Wege gehn.
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