Bad Oeynhausen/Hiddenhausen. Bischof Thomas Wiktor feierte einen Gottesdienst am 23. August 2026 mit den Gemeinden Bad Oeynhausen und Hiddenhausen. Der Gottesdienst stand unter dem Bibelwort aus 2. Mose 20, Vers 12: "Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren…“
Früh am Morgen, noch vor dem Gottesdienst begann die gemeinsame Chorprobe mit den beiden Chören, weil sich die Bad Oeynhausener noch ein wenig an den Dirigenten Andreas Schultze gewöhnen mussten. Die Hiddenhauser Geschwister hatten freundlicherweise ihren Dirigenten mitgebracht, so dass Chorarbeit überhaupt möglich wurde. Der Klang der Liedvorträge belohnte diesen Einsatz, denn es war so, als hätten die Sänger schon immer miteinander gesungen.
Gott bleibt bei dir
Die Sänger eröffneten den Gottesdienst mit einem Lied, dass den Refrain hatte: “Weise mir Herr deinen Weg!“ Manchmal, so der Bischof Thomas Wiktor, hätte man den Eindruck, ein Bibelwort würde sozusagen prophylaktisch gegeben. So sei es ihm in der vergangenen Woche gegangen, weil bislang als sicher geglaubte Wahrheiten sich verändert hätten. Aber er habe den Gottesdienst vergangener Woche zu Psalm 73, Vers 23 „im Gepäck“ gehabt und das habe ihm geholfen. Er rief der Gemeinde zu: “Auch wenn ich nicht weiß, wohin mein Leben geht, der liebe Gott hält dich und mich fest!“ Wichtig sei, dass man die eigenen Vorstellungen loslassen könnte und in Lebensfragen beten könne: “Weise mir Herr DEINEN Weg.“ In der Rückschau könnte man oft sagen, dass der Weg Gottes genau der richtige war.
Du kannst immer wieder kommen
Bischof Wiktor verglich die Gnade Gottes mit der elterlichen Nachsicht: „Wenn Eltern und Kinder ein gutes Verhältnis haben, dann tun Eltern genau das, was Gott tut! Die Tür der Eltern ist immer offen!“ Das führe am Ende dazu, dass Kinder auch für Eltern eine Fürsorge in deren Altersbeschwerden entwickeln könnten.
Thomas Wiktor zitierte eine Anekdote von Mark Twain, der als Redakteur einer Zeitung einen Brief eines Pubertierenden erhalten habe, dass der eigene Vater völlig rückständig und weltfremd sei. Mark Twain soll geantwortet haben, dass er als junger Mensch genauso einen Vater gehabt habe. Aber er habe sich doch gewundert, wie viel der alte Mann dazugelernt habe. Zehn Jahre später hätte er so viel dazugelernt gehabt, dass man sich wieder mit ihm unterhalten konnte und weitere zehn Jahre hätte er sogar manchmal seinen Vater um Rat gefragt. Die erfahrenen Eltern in der Gemeinde quittierten diese Geschichte mit gewisser Freude.
Die Kirche enthält auch ein mütterliches Element
In seinem Predigtbeitrag führte der Vorsteher und Hirte Olaf Lohmeier aus, dass wir als Christen gewohnt seien, Gott als unseren Vater anzurufen. Die Kirche enthalte aber auch ein mütterliches Element und zitierte Augustinus (Papst Franziskus hatte diese Aussage von Augustinus ebenfalls erwähnt), dass die Kirche sozusagen eine „Geistliche Mutterschaft“ sei, die durch den Glauben und durch die Taufe neue Christen hervorbringe. Gott sei als unser himmlischer Vater zu ehren, aber auch die Gemeinschaft in der Gemeinde sei wichtig und zu ehren, denn eine Gemeinde spende Trost und Fürsorge.
Priester Jörg Vogelsang schilderte in seinem Co-Beitrag, dass bei älteren Menschen die Kräfte nachließen und es sei schwer zuzugeben, wenn man etwas nicht mehr könne. Da komme es darauf an, die Würde des alten Menschen zu bewahren. Er endete seinen Beitrag mit den Worten: „Würde sollte kein Konjunktiv sein!“
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.
