Bad Oeynhausen. Am Samstag, den 05.September 2026 um 15:00 Uhr empfingen Pauline und Jonas Oesker den Segen zur Grünen Hochzeit. Den Traugottesdienst hielt Priester Alexander Brämer aus der Gemeinde Bad Pyrmont. Vor Ort verfolgte eine große Festgemeinde mit über 100 Gästen, bestehend aus Familienangehörigen, Freunden und Gemeindemitgliedern die Segenshandlung. Per IPTV waren online 30 Teilnehmer angeschlossen.
Den musikalischen Rahmen des Gottesdienstes bildete ein Sonderchor bestehend aus Mitgliedern der Gemeindechöre Bad Oeynhausen und Bad Pyrmont sowie des neuapostolischen Kammerchores Ostwestfalen-Lippe unter der musikalischen Leitung von Roland Scholz. Die Klavierbegleitung übernahm Tim Tenger.
Dem Traugottesdienst zugrunde lag das
Bibelwort aus Tobias 8, 4-5 und 7-8:
„Und Sie gingen hinaus und verschlossen die Kammertür. Und Tobias erhob sich vom Lager und sagte zu ihr: Meine Schwester, steh auf, lass uns beten und unseren Herrn bitten, dass er uns Barmherzigkeit und Heil schenke. Da stand sie auf, und die beiden begannen zu bitten, dass ihnen Heil geschenkt werde. Und Tobias begann zu beten: Gelobt seist du, Gott unserer Väter, und gelobt sei dein Name in alle Ewigkeit von Geschlecht zu Geschlecht. Dich sollen preisen alle Himmel und deine ganze Schöpfung in alle Ewigkeit! (…) Und nun, nicht aus böser Lust nehme ich meine Schwester zur Frau, sondern reinen Sinnes. Lass uns beide Gnade finden und gemeinsam alt werden. Und sie sagten miteinander: Amen, Amen!“
Der Gottesdienst wurde mit dem Chorlied „Oh Love“ eingeleitet. Priester Brämer bezog sich zu Beginn seiner Predigt auf die Dynamik des Liedes und verglich diese mit einer Ehe: es sei ein Zusammenspiel aus sanften ruhigen Tönen, gewechselt mit Fortissimo. Da brauche es schon ein Improvisationstalent, um die Höhen und Tiefen im Leben gemeinsam zu meistern. Dabei sei man nicht alleine.
Gottes Hilfe und Gnade kommt rechtzeitig
Die Wetterverhältnisse an diesem Samstag konnte man als eine Bekräftigung für das zugrunde gelegte Bibelwort verstehen. Genau wie die Sonne an diesem September-Nachmittag kurz vor der Trauung die Wolken und den dichten Regen vertrieb, zeigte sich bei dem damaligen und heutigen Brautpaar: Gott greift ein. Auf schwere Zeiten im Leben folgen durch Gottes Beistand immer wieder Zeiten der Freude, des Trostes und des Neuanfangs. Das Erwachen in ein neues sicheres Eheleben zeigt, dass Gott die Vergangenheit heilen kann.
Betet bewusst für die Gegenwart und Hilfe Gottes!
Tobias und Sarah standen in der damaligen Zeit unmittelbar vor Ihrer Hochzeitsnacht und hatten in ihrer Vergangenheit schon vieles erlebt, wodurch die beiden Furcht vor Ihrer gemeinsamen Zukunft hatten. Da entschlossen sie sich miteinander Gott für den Segen ihrer Ehe zu bitten, bevor sie die Ehe vollzogen.
Priester Brämer forderte das Brautpaar auf, sich Gott bewusst im Gebet anzubefehlen. Bewusst vor Gott zu treten – mit dem Wissen, „ich muss mich nicht darauf verlassen, was ich kann“ sondern „Gott ist da!(...)“ und wird die Dinge zum Besten lenken.
Lasst Raum für das Wirken Gottes!
Der Dienstleiter beschrieb Pauline und Jonas als sehr zielorientiert im Leben unterwegs zu sein. Beide hätten im Leben schon viel erlebt und sich davon nicht unterkriegen lassen. Er betonte: „ Ihr müsst in eurer Beziehung nicht alles lösen können (...)!“. Es „ (…) sorgt derjenige für euch mit der größten Macht (…).“
Nehmt euch bewusst Zeit für den anderen!
Nach der Hochzeit kehre in der Ehe das Alltagsleben ein – verbunden mit Stress und Konflikten. Auch unter diesen Umständen solle das Brautpaar darauf achten, „(...) bewusst dem anderen (zu) sagen: Es tut mir leid!“ und „(...) ich nehme mir jetzt Zeit für dich“. In solchen Situationen helfe es, miteinander zu beten und Gott so bewusst dazuzunehmen.
Nach der Predigt bat der Priester das Brautpaar vor den Altar zu treten. Der Chor bereitete diesen Moment mit dem Lied „Herr, sei vor uns“ als Segenswunsch vor.
Im folgenden gaben sich die Pauline und Jonas das Ja-Wort und tauschten die Ringe. Es folgten die Segnung der Verbindung und ein Gebet durch Priester Brämer.
Nach dem Gottesdienst nutzte die versammelte Gemeinde die Gelegenheit dem sichtlich glücklichen Brautpaar am Altar zu gratulieren und Geschenke zu überreichen. Im Anschluss gab es für die Hochzeitsgesellschaft einen kleinen Sektempfang im Foyer und strahlenden Sonnenschein vor der Kirche. Dieser Wetterwechsel stand ganz im Zeichen des Trauspruchs – das Licht als ein sichtbares Zeichen für Gottes Nähe und seines Segens, das uns auch nach dunklen Stunden verlässlich führt.
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